Die Herkunft des Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback basiert auf alten, bodenständigen Rassen aus dem südlichen Afrika. Benannt wurde er nach seinem Herkunftsland Rhodesien, dem heutigen Simbabwe.
Der Rhodesian Ridgeback zeichnet sich durch den sogenannten Ridge aus. Ridge bezeichnet einen Haarkamm, bei dem das Fell entgegen der normalen Haarwuchsrichtung wächst.

Die ersten Großwildjäger waren von der Leistung dieser Tiere begeistert. Sie spürten auf weite Entfernungen das Wild auf, warnten rechtzeitig vor Gefahren und beschützen die Siedlungen.
Diese Hunde wurden später von den Kolonialherren mit verschiedenen anderen Rassen verkreuzt und zur Bewachung ihrer Farmen und zur Jagd auf Löwen eingesetzt. Ihre Aufgabe war das Jagen in der Meute, um Löwen aus ihrem sicheren Versteck zu locken und in Schussweite der Jäger zu bringen. Dabei setzten sie ihre außergewöhnliche Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft ein, um den Pranken der Löwen zu entgehen.

Durch ihre Klugheit und Tapferkeit waren sie zwar hervorragende Jäger, griffen jedoch einen Löwen nie direkt an. Dass sich Rhodesian Ridgebacks auch Kämpfe mit den gefährlichen Raubkatzen geliefert haben, gehört ins Reich der Legenden.

Die Entstehung der Rasse

Die Existenz des Rhodesian Ridgeback geht zurück bis auf Erzählungen der alten Ägypter und Phoenizier.Die ersten schriftlichen Erwähnungen finden sich in Berichten portugiesischer Afrikareisender, die bereits um 1480 den Hund mit dem Rückenkamm erwähnen und ihn als zäh, ausdauernd und treu beschreiben.
Bereits 1505 weisen weitere Quellen auf die südafrikanischen Hunde der Hottentotten hin, die sich durch einen Ridge auszeichneten. Weiße Siedler, die im 17. Jahrhundert das Kap erreichten, berichteten ebenfalls von den Hunden mit dem Rückenkamm und bewunderten seine Eigenschaften.

Aus Vermischungen von Hottentotten- und europäischen Hunden, entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein neuer südafrikanischer Hund. Er wies alle positiven Eigenschaften der ursprünglichen Hunde auf, war dabei aber viel größer und stärker.


Um 1900 waren in Rhodesien die Hunde mit Rückenkamm weithin als "Lion-Dogs" bekannt und berühmt.

Das Wesen des Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback ist ein sensibler, kluger Hund, der Teamarbeit schätzt.
Eine Eigenschaft dieser Hunde ist, dass sie sich Fremden gegenüber zurückhaltend verhalten. Der Rhodesian Ridgeback ist kein Hund für Anfänger in der Hundehaltung und seine Besitzer müssen über großes Einfühlungsvermögen und hohen Sachverstand verfügen.

Der Rhodesian Ridgeback ist ein "Spätentwickler", was seinen hohen Anspruch an Ausbildung und Führung unterstreicht. Es ist wichtig, ihn liebevoll konsequent zu erziehen und ihn sinnvoll zu beschäftigen. Unter diesen Bedingungen ist der Ridgeback ein verlässlicher Begleiter, der mit seinem Besitzer durch dick und dünn geht. Typische Ridgebacks sind bei fachkundiger Erziehung und Haltung gute Familienhunde, zärtlich mit den Kleinen, liebevoll mit den Alten, immer zu Aktion bereit, wenn sich Gelegenheit bietet, jedoch niemals aggressiv.

Ridgebacks haben ein untrügliches Gefühl für echte Bedrohung - man kann sich deshalb in ihrer Gegenwart absolut sicher fühlen. Sein ausgeprägtes Revierbewusstsein macht ihn zu einem zuverlässigen Wächter für Hof und Familie. Seine Kraft und blitzschnelles Reaktionsvermögen darf
man nicht unterschätzen. Gerade noch schlafend, ist er bei einem ungewohnten Geräusch in Sekundenbruchteilen an der verdächtigen Stelle und checkt ab, ob eine Gefahr besteht.